Castellum Mantahinga

Castellum Mantahinga ist der erste dokumentierte Hinweis auf eine Siedlung um Bereich der heutigen Stadt Schwabmünchen. Im Jahr 953 n.Chr. kämpfte der damalige Bischof Ulrich in Augsburg gegen Arnulf II, Pfalzgraf von Bayern. Als die Übermacht zu gross wurde, gab er Augsburg auf und zog sich auf seine Besitzungen um Schwabmünchen zurück.

Als damalige Schutzburg ist das castellum mantahinga schriftlich überliefert. (Möglicherweise handelt es sich dabei um die Haldenburg, die südlich von Schwabegg, einem heutigen Stadtteil von Schwabmünchen, liegt. Weitere mögliche Standort befinden sich im heutigen Ortskern von Schwabmünchen.) Die Befestigung wurde von Bischof Ulrich und seinem Gefolge weiter ausgebaut und war 954 n.Chr. der Schauplatz weiterer Gefechte mit Pfalzgraf Arnulf. Die Festung widerstand der Belagerung bis königliche Hilfstruppen eintrafen und dem Bischof zu Hilfe kamen.

Der Name Mantahinga geht auf eine alemannische Siedlung zurück, die im 4./5. nachchristlichen Jahrhundert zwischen Lech und Wertach gegründet wurde. Mantah deutet auf den Alemannen Mandicho bzw. Mantigo hin. "inga" ist die damals übliche Endsilbe bei alemanischen Siedlungen und findet sich noch heute in vielen Orten der Gegend als Endsilbe "-ingen".
Aus Mantahinga wurde Mantichinga (1059), Mentichingen (1067), Mantechingen (1121), Mandechingen (1180) und schliesslich im 13. Jhd. Mänchingen. Diese Bezeichnung ist noch heute im traditionellen Sprachgebrauch als Menkingen vorhanden. Die Voranstellung von "Schwab-" erfolgte in Unterscheidung zu einer Ortschaft östlich des Lechs, die im 13. Jhd. ebenfalls Mänching hiess, das heutige Merching im Landkreis Aichach-Friedberg.

Mehr Informationen über Schwabmünchen, seine Geschichte und Gegenwart gibt es in der SmüPedia, dem RegionalWiki über Schwabmünchen und Umgebung.